Wir wollen uns kurz vorstellen.

Im Jahr 1988 hatten wir den ersten Kontakt zu einer Kaukasischen Owtscharka Hündin, welche bei uns als Pensionsgast

einquartiert wurde. Sie war eine imposante Erscheinung mit hervorstechendem selbstständigem Character.

Für mich zu der Zeit schwierig zu händeln, da ich aus dem Bereich Gebrauchshundezucht kam.

Im Gebrauchshundesport wurde zu jeder Zeit Perfektion in der Ausbildung verlangt, was mir jetzt mit einem Owtscharka

zum Verhängnis und Stolperstein wurde. Sie hat zwar bewiesen, dass sie locker an der Leine laufen kann, aber in keinster

Weise auf Kommandos reagieren wollte. Jeglicher Versuch sie zu korrigieren wurde ihrerseits blockiert.

Im Lauf der Zeit merkte ich dass ich es mit einem "Hund" zu tun habe der einen eigenständigen Character hatte. Kein

willenloser Fleischberg dem ich meine Kommandos beibringen konnte. Sie agierte und reagierte selbstständig, je mehr

Freiheit sie von mir erhielt desto größer letztendlich das Vertrauen in mich und der Wunsch mich zu begleiten wurde von

Tag zu Tag größer.

Sie hat mich in diesen 8 Wochen Aufenthalt so überzeugt, dass ich mich intensiv um die Herkunft und weitere Infos über

den Kaukasischen Owtscharka bemüht habe.

Ende Mai 1989 kaufte ich dann meine 1. Kaukasische Owtscharka Hündin "Lana Lachaim von der Stadt Hemsbach" des

damaligen Züchters Dieter Böhler. Damalige Zuchtbuchnummer: VDH89/0300521 mit der Tätowiernummer 0530.

vom Germanenpfad 0001Lana war eine zierliche, anatomisch perfekt aufgebaute Hündin die uns in den nächsten Jahren auf den Ausstellungen fast

nur plazierte vorzügliche Plätze gelaufen ist. Sie war mit Ihrem Character stets in der Lage die Richter zu begeistern, im

Ring setzte sie Ihr harmonisches Laufwerk perfekt um. Begeistert von den Ergebnissen und Ihrer Art, mit dem HD

Auswertungsergebniss von A2 war nun der Weg offen mit ihr zu züchten.

Der Erste Wurf fiel am 18.08.1992 damals noch unter dem Zwingernahmen "vom Ruhmühlental" meiner Exfrau.

5 Rüden und 5 Hündinnen geworfen nach dem Championrüden "Stellamontis Artan" von Fam. Gabriel.

Aus dieser Verpaarung habe ich eine Hündin "Ashina vom Ruhmühlental" zurückbehalten.

Der zweite Wurf von "Lana Lachaim" fiel dann im Zwinger "vom Germanenpfad" am 05.04.1994 als A-Wurf.

Der Wurf fiel in der Stärke 3 Rüden und 8 Hündinnen nach dem Rüden "Brutus vom Zarenhof".

Meine Nachzuchthündin "Ashina vom Ruhmühlental" entwickelte sich ebenfalls prächtig und lief in den Ausstellungen

konstant im Vorzüglichen Bereich. Da sie nun das Alter zur Zucht erreicht hatte und ihre HD Auswertung B2 also

Verdachtsfall war habe ich sie im Mai 1994 vom Championrüden "Asko von der Binge" gedeckt.

Mein B-Wurf in der Stärke 3 Rüden und 3 Hündinnen war ein voller Erfolg, wunderschöne kräftige Welpen haben am 14.

Juli 1994 die Welt erblickt.

Aufgrund der Entwickung der Welpen des B-Wurfes habe ich mich zu einer Wurfwiederholung mit "Asko von der Binge"

entschlossen. Ich wurde mit dieser Wahl nicht enttäuscht und war stolz den C-Wurf vom Germanenpfad zu präsentieren.

Die Wurfstärke lag bei 2 Rüden und 5 Hündinnen, die sich wie erwartet so prächtig wie der B-Wurf entwickelten.

Leider ist meine geliebte Hündin "Lana Lachaim von der Stadt Hemsbach" im Alter von 8 Jahren gestorben. Bei keinem

Hund der mich zuvor verlassen hat, hat es mich so getroffen, der Verlust war sehr schwer für mich.

Im Jahre 1997 habe ich aus beruflichen und privaten Gründen die Zucht des Kaukasischen Owtscharkas eingestellt, aber

niemals diesen wunderbaren Hund vergessen.

Mein persönlicher Höhepunkt in der Kaukasischen Owtscharkazucht war die Clubsiegerschau 1995 in Fichtenau, die ich

fast in Eigenregie organisiert habe. An dieser Ausstellung habe ich einen fast fremden Rüden in der offenen Klasse zum

Klubsieger geführt. Der damalige Besitzer Wolfgang war durch einen schweren Verkehrsunfall an den Rollstuhl gebunden.

  Auf Bitten von Ihm habe ich seinen Rüden auf der Ausstellung präsentiert, für mich ein Geschenk an ihn für unsere

Freundschaft.

Heute schreiben wir das Jahr 2012, viele Jahre sind seither vergangen, privat habe ich die Beste aller Frauen an meiner

Seite und mit Hife von Ihr haben wir uns im Juni eine Kaukasische Owtscharka Hündin gekauft. Wenn alles wie geplant

läuft, werden wir Ende 2014 unseren D-Wurf "vom Germanenpfad" präsentieren.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in unserer Zuchtstätte

 

 

Warum und wieso den Kaukasischen Owtscharka ?

 

 Wie schon oben erwähnt, liegt uns der Kaukasische Owtscharka sehr am Herzen, seine Entstehungsgeschichte ebenso wie sein Character und seine Verwendung. Die Rasse wird seit dem 12. Jahrhundert erwähnt, und hat sicher irgendwann in dieser Zeit ihren Ursprung.

Über viele Jahrhunderte haben Naturvölker in widrigen klimatischen und territorialen Bedingungen diese Herdenschutzhunde für Ihre überlebenswichtigen Herden, Hab und Gut gezüchtet. Sie konnten nur überleben wenn Ihre Herden überlebten, dazu wurde der Kaukasische Owtscharka eingesetzt und verwendet.

Der Kaukasische Owtscharka, von Geburt an an seine Herde, sein Rudel gewöhnt und geprägt, opfert er sich für das Wohlergehen und zum Schutz seines Rudels und Familie. Gerne nimmt er alles in Schutz was ihm von klein auf angeboten und in seine Obhut gegeben wird. Er verwächst mit Herde, Rudel und Familie, behält jedoch immer seine Selbstständigkeit, die er sich nicht nehmen lässt. Hochintelligent und Situationsgebunden reagiert und agiert der Kaukasische Owtscharka. Er darf und braucht nicht zur Verteidung animiert werden, er weiß wann Gefahr im Verzug ist und wird dementsprechend selbstständig reagieren. Seine karge und oft widrige Umgebung sei es Landschaft oder Wetter lässt ihn in seiner Robustheit wachsen. Oft mit wenig Futter und Wetterschutz übersteht er extremes Wetter, im Winter oft 20 bis 30 Grad minus im Sommer Temperaturen um die 30 Grad plus, wie und welche andere Rasse übersteht solche Temperaturunterschiede.

Die Natur hat sich beim Owtscharka was sinnvolles einfallen lassen, im Frühjahr vor Beginn der warmen Sommerzeit wirft der Owtscharka seine komplette Unterwolle ab, dadurch ist es ihm möglich die Sommerzeit zu überstehen, ohne innerlich zu überhitzen. Im Herbst vor der kalten Jahreszeit schießt innerhalb weniger Wochen die Unterwolle wieder ein und bildet einen hervorragenden Wetter und Kälteschutz.

Oft werden in der rauhen Kaukasusregion noch heute große Herden an Schafe oder Rinder gehalten, diese Herden bedeuten für die Besitzer oft die einzige Existenz. Die einzige Möglichkeit für die oft arme Bevölkerung ist die Haltung von meistens mehreren Kaukasischen Owtscharki, sie bewachen mit extremer Härte die Herden und Siedlungen gegenüber Bären, Wölfen und oft auch Dieben. Kompromisslos stellt sich der Owtscharka der Gefahr und warnt kurz aber heftig. Wird diese Warnung nicht akzeptiert greift der Owtscharka ohne weitere Warnung an. Einschlägigen Berichten zufolge hat der Owtscharka kein großes Problem einen Wolf zu erledigen, wobei bei Bären oftmals 2 bis 3 Owtscharki nötig sind, bei Dieben reicht oft schon die alleinige Präsenz des Owtscharkas. In den rauhen Landschaften des Kaukasus werden die Owtscharkas noch an Ohren und Schwanz kupiert, dies hat nur einen Grund, Ohren und Schwanz sind im Kampf relativ leicht vom Gegner zu erreichen und schmerzen nach der Verletzung, dies bedeutet oft unterlegen zu sein. Keine Ohren, kein Schwanz = keine verletzlichen Körperteile, heute noch gängige Methoden die nichts mit Schönheit zu tun haben sondern den Gebrauchswert des Owtscharkas steigern. Hier in Europa insbesondere Deutschland herscht seit mehreren Jahrzehnten ein Kupierverbot für alle Rassen. Eine aus Tierschutzgründen vernünftige Entscheidung die wir voll und ganz unterstützen, allerdings bedeutet dies ein wenig mehr Kontrolle des Außen- und Innenohrs hinsichtlich Verschmutzung und Befall von Pilzen und Bakterien.

Pflege

Die Pflege eines Kaukasischen Owtscharkas ist relativ einfach, wird auch sehr genossen, gerne lässt er sich durchbürsten und kraulen. Besonderes Augenmerk sind die nicht kupierten Ohren, die durch die Anatomie eine ideale Umgebung für Pilze und Bakterien bietet. Ein wöchentlicher Check der Ohrmuschel und des äußeren Ohres ist unbedingt nötig. Hierbei achten Sie auf Sauberkeit, und eventuell unangenehme Gerüche. Die Pflege des Owtscharkas und der damit verbundene intensive Körperkontakt fördert im großen Maße das Vertrauen und die Zuneigung mit Sicherheit für beide Seiten.

Das hochentwickelte Fell ist in der Regel unproblematisch zu pflegen, achten Sie auf Verfilzungen speziell hinter den Ohren, den sogenannten Hosen (Befederung der Oberschenkel) und des Schwanzes. Beim jährlichen Wechsel der Unterwolle im Frühjahr entfernen Sie die losen Büschel der Unterwolle mit den Fingern ohne das Fell übermäßig durchzukämmen. In seinem Herkunftsland wird heute noch die Unterwolle gesponnen und zu äußerst wärmenden Mützen und Pullovern gestrickt. in der Zeit der Abhaarung werden sie des öfteren beobachten dass sich der Owtscharka auf dem Boden wälzt und sich auf dem Rücken liegend hin und her bewegt. Dies unterstützt die natürliche Abstossung der Unterwolle.

Futter

Wir füttern Frischfleisch, Gemüse und Obstflocken dazu diverse

kaltgepresste Öle

Entgegen der allgemeinen Probaganda wird jedes Trockenfutter industriell hergestellt

gerne informieren wir Sie über unsere Erfahrung